Was zieh ich nur an? – Der Outfit-Guide für Pferde- und Hundeshootings
Kleidung für ein Shooting ist kein Selbstzweck. Sie soll dich nicht verkleiden, sondern unterstreichen, was dich und dein Tier verbindet.
Das Wichtigste zuerst: Wohlfühlen schlägt alles.
Wenn du dich in deinem Outfit ständig zurechtrückst oder nicht traust, dich zu bewegen, sieht man das auf jedem Bild.
Bei einem Shooting mit Tieren gilt immer: es darf gelebt werden. Kleidung darf Falten werfen, ein bisschen Staub abbekommen oder vom Wind bewegt werden – das macht’s echt.
Farben und Materialien - weniger ist mehr
Dezente, ruhige Töne passen fast immer.
Erdige Farben, Creme, Grau, Braun, Khaki, gedecktes Blau oder auch ein Bordeaux Rot oder Waldgrün – das alles wirkt natürlich und lenkt den Blick nicht vom Tier ab.
Kräftige Farben oder Muster funktionieren nur, wenn sie bewusst eingesetzt werden.
💡 Faustregel:
Wenn dein Tier hell ist, wähle mittlere bis dunklere Töne.
Wenn es dunkel ist, darf dein Outfit heller sein.
Ziel ist immer: Kontrast ohne Härte.
Materialien dürfen Struktur haben – Strick, Leinen, Wolle oder Denim können einem Bild das Plus an Tiefe geben.
Auch im Jahresverlauf wirken unterschiedliche Materialien unterschiedlich gut – denke fließendes Sommerkleid im Sommer oder der Karo-Wollcardigan im Herbst.
Vermeide hochglänzende Stoffe (die reflektieren Licht unvorteilhaft) oder große Logos.
Kleidung für Pferdeshootings
Beim Pferdeshooting entstehen viele Bilder in Bewegung oder im engen Kontakt.
Kleidung sollte deshalb praktisch, sicher und sauber sein – aber das schließt Stil und Ausdruck nicht aus.
Du darfst dich ruhig so zeigen, wie du dich fühlen möchtest.
Viele Kund:innen wünschen sich neben schlichten Bildern auch einen kleinen „Prinzessinnenmoment“ – und das ist völlig okay.
Ein langes Kleid im Wind, feine Spitze oder Tracht kann wunderschön wirken,
wenn es zur Stimmung passt und du dich darin bewegen kannst.
Es geht nicht um Verkleidung, sondern um das, was zu dir passt:
vielleicht schlicht und natürlich, vielleicht etwas verspielter oder elegant – beides darf sein.
Sicherheit geht vor. Wenn du mit Pferd in Bewegung bist, sollte das Outfit dich nicht behindern.
→ Langes Kleid? Dann bitte nur, wenn das Pferd ruhig steht oder du geführt wirst.Sauberkeit, ja – Perfektion muss aber nicht sein. Ein bisschen Staub am Saum erzählt mehr Geschichte, als sterile Fotos es könnten.
Tracht oder Kostüm: absolut erlaubt, solange du dich darin wohlfühlst.
Gerade Dirndl, Leinenblusen, Westen oder historische Reitkleidung wirken auf Bildern oft zeitlos schön –
vor allem im Zusammenspiel mit deinem Pferd und natürlichem Licht. Auch ein abtauchen in eine Fantasywelt mit Feenkleid oder Warrior-outfit ist vollkommen legitim.
Konkret praktisch:
Schuhe: Feste, schlichte Schuhe oder Stiefeletten (keine grellen Turnschuhe). Bei Kleidern oder Tracht wirken Lederstiefel besonders harmonisch.
Hosen: Jeans oder Reithosen in neutralen Farben; für Tracht gern Knickerbocker, Lederhosen oder Rock.
Oberteile: Strickpullis, Blusen, einfache Shirts oder Blazer; für den eleganteren Stil Blusen mit Spitze, Trachtenmieder oder leichte Mäntel.
Schuhe: Feste, schlichte Schuhe oder Stiefeletten (keine grellen Turnschuhe).
Hosen: Jeans oder Reithosen in neutralen Farben.
Oberteile: Strickpullis, Blusen, einfache Shirts, evtl. ein Blazer oder Mantel für Portraits.
Accessoires: Gürtel, Schal, Hut – aber bitte nichts, was ständig verrutscht. Gerade bei Pferden können flatternde oder anderweitig unvorhersehbare Accessoires gerne zu unschönen Zwischenfällen führen.
Wenn du mehrere Outfits mitbringst, achte darauf, dass sie sich schnell wechseln lassen.
Ein leichter Mantel oder eine Jacke kann im Bild schon einen ganz anderen Charakter schaffen.
💡 Kleiner Tipp:
Zieh dein Shooting-Outfit erst kurz vor dem Start an – im Stall lauern Heustaub, Putzboxen und Pferdenasen mit Zielsicherheit für helle Stoffe.
Kleidung für Hundefotoshootings
Beim Hundeshooting sind wir meist deutlich mobiler als mit Pferden – das eröffnet mehr Freiraum für Kleidung und Locations.
Viele Fotos entstehen beim Spaziergang, beim gemeinsamen Spiel oder in ruhigen Momenten.
Hier gilt: Kleidung darf praktisch sein, aber sie darf auch Charakter haben.
Wichtig ist vor allem, dass dein Outfit farblich und vom Stil her zu deinem Hund passt.
Wenn du einen weißen Havaneser auf dem Arm trägst und selbst eine weiße Bluse anhast,
verschmelzen Hund und Outfit auf Fotos schnell – das ist dann weniger „harmonisch“, mehr „Suchbild“.
Solche kleinen Kontraste machen den Unterschied: ein zarter Beigeton, helles Jeansblau oder gedecktes Rosa bringen Struktur, ohne hart zu wirken.
💡 Farben & Stil kombinieren:
Bei hellen Hunden funktionieren warme Erdtöne, Olive, Rost oder Denim besonders gut.
Bei dunklen Hunden wirken helle, ruhige Farben – Sand, Hellgrau, Naturweiß – wunderbar kontrastreich. Auch leichte Muster wie bei einem rustikalen ein Karohemd können hier gut zur Geltung kommen
Vermeide zu grelle Sportjacken oder reflektierende Stoffe. Auch große Prints stören gerne den Bildeindruck
- Ton in Ton kann gut funktionieren, erfordert aber etwas Feingefühl beim Styling
Ein bisschen Fantasie beim Hundefotoshooting
Hundeshootings bieten viel Raum für kreative Ideen.
Da wir mobil sind und Locations gezielt auswählen können, darf dein Outfit gern ein Thema aufgreifen:
ein fließendes Kleid im Sommerfeld,
Tracht beim Herbstspaziergang,
kuscheliger Strick im Winterwald,
- Ein Elfenkleid im Märchenlicht oder ein Krieger mit seinem treuen Gefährten in der Burgruine – die Möglichkeiten sind Grenzenlos
Solche Kombinationen erzählen kleine Geschichten – und genau das wirst du lieben, wenn du dir später deine Bilder ansiehst.
Es geht nie darum, „verkleidet“ zu wirken, sondern Atmosphäre zu schaffen.
Wenn du magst, kannst du auch Accessoires oder Details einsetzen, die einen Bezug zu deinem Hund haben:
eine farblich passende Leine, ein schlichtes Halstuch, ein Hut oder ein Mantel, der im Wind mitschwingt.
Kleine Dinge, die das Gesamtbild abrunden, ohne zu inszeniert zu wirken.
Outfitwechsel & kleine Extras
Ein Outfitwechsel bringt Abwechslung in die Bilder – und kann mit einer kleinen Änderung schon eine imense Wirkung auf dem Foto ausmachen.
Zwei Looks reichen völlig:
Ein ruhiger, schlichter Stil.
Etwas Besonderes – z. B. Mantel, Kleid, Schal oder Accessoire.
Ein Kleid kann wunderschön wirken, wenn es zu Situation und Tier passt – barfuß im Sommerfeld oder mit Stiefeln im Herbstlicht.
Aber nie auf Kosten deiner Bewegungsfreiheit oder Sicherheit.
Bringe, wenn möglich, auch eine zweite Option für Schichten mit – Jacke, Strickcardigan, Poncho.
So kannst du spontan auf Licht oder Stimmung reagieren.
Und ganz ehrlich: das Wichtigste bist du
Kleidung ist nur die Verpackung – entscheidend ist, was du darin ausstrahlst.
Wenn du dich wohlfühlst, wirkt das auf jedes Bild.
Und wenn das Outfit am Ende ein paar Heufasern abbekommt? Perfekt – das heißt, ihr wart wirklich zusammen da.
Mach dich nicht verrückt. Ich helfe dir beim Shooting gern mit kleinen Anpassungen, achte auf Haltung, Details und Licht.
Und falls du unsicher bist: schick mir einfach vorab ein, zwei Outfitideen per Foto.
Ich geb dir ehrlich Rückmeldung, was auf Bildern am besten wirkt – und was dein Tier nicht stört.
