Eine Fotowanderung mit Hund in Bayerischzell
Jahreswechsel in den Bayerischen Alpen mit Ramona und Rémy
Flexibilität ist Teil einer jeden guten Wanderung
Kurz vor dem Jahreswechsel stand für mich noch ein besonderes Shooting an. Gemeinsam mit Ramona und ihrem unglaublich süßen Rémy, einem sportlichen Cattle Dog, sollte eine Wanderung fotografisch als Reportage festgehalten werden. Nach einigem hin und her, diversen Routen, die in Betracht gezogen und dann doch wieder verworfen wurden, fiel unsere Wahl auf eine kurze Wanderung zur Lacheralm beim Sudelfeld. Wenig schwierig, landschaftlich äußerst reizvoll und auch bereits nach wenigen Höhenmetern mit wirklich beeindruckenden Weitblicken. Am Tag zuvor noch einen kurzen Check gemacht, Sonnenstand und Wegbeschaffenheit gecheckt und dann stand der Wanderung nichts mehr im Weg.
Am Fototag war dann der Schnee war etwas weniger ausgeprägt als erwartet, die Bedingungen dafür umso angenehmer. Fast schon Spätherbstlich. Nur der ursprünglich angedachte Parkplatz machte uns einen kleinen Strich durch die Rechnung – dort war bereits alles voll. Jedoch nicht von Wanderern, sondern von Skifahrern, die den Gegenüberliegenden Hang unsicher machten.
Also kurzerhand umdisponiert, einen alternativen Startpunkt gewählt und weiter ging’s (zum Glück ist das am Sudelfeldpass problemlos möglich). Manchmal sind es genau diese kleinen Anpassungen, die den Tag direkt entschleunigen und einen guten Rhythmus vorgeben.
Panorama ab den ersten Metern
Schon nach wenigen Metern offenbart sich hier ein beeindruckendes Panorama. Die Wege rund um das Sudelfeld sind gut zu gehen, offen, weitläufig und bieten ständig neue Blickachsen auf die umliegenden Berge der Bayerische Alpen.
Ich hatte mir die Strecke im Vorfeld bereits angeschaut, um sicherzugehen, dass Länge, Höhenmeter und Lichtverhältnisse gut zu einer fotografischen Begleitung passen. So konnten wir uns ganz entspannt auf die Wanderung konzentrieren – ohne Suchen, ohne Umwege, ohne Zeitdruck.
Unterwegs mit Rémy – Energie, Fokus und Bewegung
Rémy, ein aufgeweckter Australian Cattle Dog, hatte es mir von Anfang an angetan. Voller Energie, aufmerksam und mit sichtlicher Freude an der Bewegung ging er die Tour an. Die beiden sind häufig in den Bergen unterwegs und auch lange Touren für sie kein Problem. Für Wanderungen mit fotografischer Begleitung dürfen Distanz und Höhenmeter jedoch gern etwas moderater ausfallen, denn schließlich soll genug Zeit für Fotos, Gespräche und bewusstes Innehalten bleiben. Die rund sieben Kilometer mit etwa 400 Höhenmetern waren für unser Wanderfotoshooting daher genau richtig.
Aktuell sind Ramona und Rémy auch im Canicross aktiv und entsprechend fit und eingespielt, was sich unterwegs immer wieder gezeigt hat. Bewegung entstand ganz selbstverständlich und bereits mit wenigen Impulsen und Ideen entstanden richtig schöne Aufnahmen.
Gespräche, Bewegung und Sonnenuntergänge
Während wir unterwegs waren, entstanden wieder viele unterschiedliche Bilder. Ruhige Passagen, dynamische Sequenzen, kleine Pausen und immer wieder Blicke in die Weite. Dazu kamen richtig gute Gespräche über mein absolutes Lieblingsthema: Hunde in den Bergen.
Der Nachmittag wurde schließlich von einem warmen, ruhigen Sonnenuntergang gekrönt, der die Landschaft noch einmal in ein ganz besonderes Licht getaucht hat. Einer dieser Momente, in denen man automatisch langsamer wird und einfach noch ein Stück länger draußen bleiben möchte.
Eine Wanderung verdient viele Bilder
Diese Fotowanderung war ein wunderbares Beispiel dafür, wie vielseitig die Region rund um Bayerischzell ist – gerade auch für Touren rund um den Jahreswechsel. Moderate Distanzen, gut begehbare Wege, viel Panorama und genug Raum für echte Begegnungen zwischen Mensch, Hund und Landschaft.
Am Ende ging auch hier eine umfangreiche Galerie an Ramona mit einer zusammenhängenden fotografischen Erzählung unseres Nachmittags, von den ersten Schritten am Sudelfeld bis zu den letzten Bildern im Abendlicht.
Ein Nachmittag voller Bewegung, ehrlicher Gespräche, einem sportlichen, unglaublich sympathischen Hund und ganz viel Bergliebe.
