Ein Wanderfotoshooting mit Hund im Allgäu
Unterwegs mit Lisa und Nox über dem winterlichen Oberstaufen
Ankommen am Berg – ein leicht verspäteter Start
Ich sags euch – ein bisschen Panik hatte ich ja schon, als ich um 12:57 Uhr an der Talstation der Hochgrat Bergbahn angekommen bin und dort auf dem Display gelesen habe, dass diese mangels Andrang an diesem Tag nur stündlich verkehren würde. Und dieses stündlich war, wie konnte es anders sein, in exakt 18 Minuten.
Lisa und Nox, die sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Anfahrt befanden, konnte ich mangels Mobilfunknetz natürlich auch nicht erreichen, um sie zur Eile anzuspornen. Und ehrlich gesagt hatte ich mir Besseres vorgestellt, als eine weitere Stunde unten im Tal zu warten.
Doch die Götter meinten es gut mit uns: Kurz nach 13 Uhr fuhren die beiden gemeinsam mit einem Kumpel auf den Parkplatz ein – und unserer geplanten Fotowanderung mit Hund im Allgäu stand nichts mehr im Wege.
Die winzige Gondelkabine, nun besetzt von drei Menschen und einem rund 40 kg schweren Hund, half dann auch sehr schnell dabei, das Eis zu brechen. Die Stimmung war locker, das Gespräch kam von selbst ins Rollen und wir konnten gut gelaunt in unsere kleine Wanderung Richtung Hochgratgipfel starten.
Als kleines Bonus-Detail entpuppte sich Lisas Begleitung ebenfalls als Fotograf (Freunde von Nikon vereinigt euch ) – was mir später sogar noch ein paar Bilder von mir beim Arbeiten beschert hat (vielen Dank an dieser Stelle dafür).
Unterwegs fotografieren – Bewegung statt Stillstand
Die Bedingungen am Gipfel und entlang des Weges waren schlicht ideal für Fotografie mit Hund in den Bergen. Eine leicht diesige Sonne am Horizont sorgte für weiches Licht, der Schnee knirschte unter den Schuhen und Nox hatte sichtlich Spaß daran, den Weg rauf und runter zu flitzen.
Wie bei meinen Wanderfotoshootings üblich nutze ich schon beim Anstieg jede Gelegenheit, Bewegung festzuhalten. Diese Momente, wenn der Hund ganz nah an die Kante tritt, episch in die Ferne schaut oder zwischendurch der Blick zur Bezugsperson geht – all das passiert beiläufig, ungeplant und genau deshalb so ehrlich.
Das sind Augenblicke, die bei klassischen, gestellten Fotoshootings oft verloren gehen, weil man sie nicht „herstellen“ kann.
Zeit bis zur letzten Gondel am Hochgrat
Wir hatten uns bewusst Zeit gegeben und den Rahmen so gelegt, dass wir entspannt bis zur letzten Talfahrt der Gondel unterwegs sein konnten. Der alternative Rückweg zu Fuß wäre deutlich länger und vor allem im Winter auch sehr viel kälter ausgefallen (als Bergliebhaberin bevorzuge ich zwar eigentlich den reinen Aufstieg aus eigener Kraft, aber bei einer dreistündigen fotografischen Begleitung im Schnee darf es auch mal die Gondel sein).
Diese Zeit hat uns Raum für große Landschaftsbilder ebenso gegeben wie für kleine, beiläufige Szenen – inklusive der obligatorischen Schneefeld-Party, die vermutlich jeder Hundehalter nur allzu gut kennt.
Gipfelmomente und ein bisschen Nordsee-Feeling
Nach einer kurzen Gipfelpause entstanden noch ein paar dynamische Laufbilder, die fast ein wenig so wirkten, als wären wir nicht im Allgäu, sondern irgendwo an der Nordsee unterwegs (wenn man vom doch recht beeindruckenden Bergpanorama einmal absieht).
Anschließend machten wir uns in ruhigem Tempo wieder auf den Rückweg, mit genügend Spielraum für spontane Stopps, Gespräche und weitere kleine Momente am Wegesrand.
Weil 4 Bilder doch nie die ganze Geschichte erzählen
Einmal mehr stand ich dann am Ende dieses schönen Tages vor der Qual der Wahl, als ich die Fotos der Wanderung sichtete. Es waren hunderte Aufnahmen entstanden zwischen beeindruckenden Landschaftsaufnahmen, Momenten voller Action bis hin zu Details einer wunderschönen Beziehung zwischen Mensch und Hund. Nach der Bearbeitung ging dann eine Galerie von über 200 Bildern an Lisa – eine vollständige fotografische Erzählung unserer gemeinsamen Wanderung – umgesetzt als kleine Foto-Reportage.
Der Hochgrat hat sich dabei einmal mehr als äußerst vielseitige Location für ein Allgäu Fotoshooting mit Hund gezeigt. Im Winter punktet er mit klaren Linien, Schnee und ruhiger Stimmung, im Sommer mit Weite, saftigen Almen und abwechslungsreichen Wegen. Gerade für Mensch-Hund-Teams, die gerne draußen unterwegs sind und keine Lust auf starre Posen haben, bietet diese Region ideale Voraussetzungen.
